Christophsbad Göppingen, 16.05.2012
URL: http://www.christophsbad.de/Druck/seelenpresse-heft-33.html

Seelenpresse - für Psychiatrie, Kunst und Literatur


Seelenpresse - für Psychiatrie, Kunst und Literatur

1/2007 - Heft 33 - 13. Jahrgang
Inhalt
Über Alfred Döblin

4

Nachbarschaft

6

Der Hund der Therapeutin

8

Die Tagesklinik, Projekttag Blumenwiese

10

Über Konrad Alt

11

Die Kraft des Singens

12

Der Heilige Christophorus

14

Ein Rollstuhl voller Lebensfreude

16

Du bist verrückt, ich nicht

17

Trauriges

18

Van Hoddis

19

Der Pfleger, die Zwangsjacke, die Srpitze. Drei Gedichte

20

Stolpersteine

21

Die rätselhafte Welt des Karl Müller

22

Schifffahrt des Lebens

23

Wir über uns

24

Christophsbad quo vadis

25

Psychiatriezeitschriften

26ff

Jugend denkt Zukunft

32

Doktorspiele

33

Auas der Welt der Milarben

34

Mit Sprechen bewegen

35

Mit dementen Menschen

36

Ein Leben mit Behinderung

37

Der psychisch Kranke und seine Helfer in der Geschichte

38

Glaube und Heilung - Frei Galvao contra Prozac

39


Editorial

"Eine gewisse Einsamkeit bleibt keinem ernsthaften Menschen erspart." Dies kann nur jemand behaupten, der die Höhen und Tiefen des Lebens kennen gelernt hat. Alfred Döblin, aus dessen Feder dieses Zitat stammt, starb vor 50 Jahren, am 26. Juni 1957, im psychiatrischen Landeskrankenhaus Emmendingen. Bekannt ist Döblin vor allem durch seinen Großstadt-Roman "Berlin Alexanderplatz". Wenige wissen aber, wie umfangreich seine publizistische und schriftstellerische Tätigkeit neben seinem Hauptberuf als Nervenarzt, Gerichtsgutachter und zudem seiner Aufgabe als Familienvater war. Deshalb möchten wir ihm dieses Heft widmen.
Wenn die Einsamkeit überhand nimmt, weil der Geist von den unendlichen Gedankengängen gefangen genommen ist und dem nicht mehr entfliehen kann, ist die äußerste Entscheidung der Freitod. "Das gefährlichste Organ des Menschen ist der Kopf:"(Döblin) Diesen Satz hätte vielleicht auch Martin Holder sagen können, ein Mitarbeiter, den wir als Mensch und Redaktionsmitglied sehr schätzten und nun nach seinem Tod sehr vermissen. Seine dichterischen Künste waren hervorragend. Gerade in diesem kreativen Tun des Schreibens konnte er die Tragik und Komik zum Ausdruck bringen, die in seiner Person vereint waren.
Wo und wie begegnen wir Menschen, die in unserer nächsten Umgebung sind und uns doch so fremd erscheinen? Wie leben und erleben wir Nachbarschaft? Dieses Heft erzählt einige Geschichten und Gedichte die zum Nachdenken über das eigene Handeln und Tun anregen wollen.
Auf ein Ereignis sind wir dieses Jahr besonders gespannt: vom 19. bis 21. Oktober 2007 findet zum ersten Mal seit langer Zeit wieder eine bundesweite Tagung für Redakteure und Mitarbeiter von Psychiatriezeitschiften statt. Eine Auswahl der Zeitschriften stellen wir in diesem Heft vor.
Nicht zuletzt gibt es in unserer Klink einige interne Veränderungen und Neuerungen über die wir selbstverständlich in dieser Ausgabe auch informieren. SPRed

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