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Regionale Stroke Unit: Klinikum Christophsbad übertrifft Anforderungen


Die Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft zertifizierte zum vierten Mal die Schlaganfallversorgung am Klinikum Christophsbad als "Regionale Stroke Unit" für den Landkreis Göppingen. Die seit der letzten Prüfung gestiegenen Anforderungen zur Erlangung des Zertifikats erfüllt die Schlaganfallstation voll und ganz. Das Klinikum Christophsbad übertrifft insbesondere durch seine Neurologische Klinik und die Möglichkeit zur Thrombektomie die Voraussetzungen für das regionale Zertifikat. So entsprechen die interventionellen und neuroradiologischen Fachkompetenzen deutlich den Ansprüchen an eine überregionale Stroke Unit, der höchsten Qualitätsstufe in der Schlaganfallversorgung. Mit fast 700 behandelten Schlaganfallpatienten im Jahr 2017 wurden weit mehr als die zur Zertifizierung geforderten 250 Patienten behandelt.

"Wir freuen uns sehr, dass wir erneut zeigen konnten, welche Qualität in der Diagnostik und Behandlung bei akuten Schlaganfällen im Klinikum Christophsbad geboten wird", so Prof. Dr. Norbert Sommer, Chefarzt der Neurologischen Klinik. Mit der Rezertifizierung erbringt die Neurologische Klinik im Christophsbad auch für die nächsten drei Jahre den Nachweis für die hohen Qualitätsstandards in der Versorgung von Schlaganfallpatienten. Die Stroke Unit am Klinikum Christophsbad wurde zum ersten Mal im Jahr 2006 durch die Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft (DSG) zertifiziert.

Qualität trotz Streit im Landkreis bestätigt

Die erneute Rezertifizierung des Klinikums Christophsbad bestätigt die Ergebnisse des Schlaganfall-Gutachtens aus dem Jahr 2017. Auch besondere Qualifikationen im Bereich der Pflege gehören zu den Kriterien der Zertifizierung. "Unsere pflegerische Versorgung erfolgt durch Gesundheits- und Krankenpflegekräfte sowie durch Fachkräfte für Intensivmedizin und Anästhesie, die sich kontinuierlich in der Betreuung von Schlaganfallpatienten weiterbilden", erklärt Frau Enenkel, Pflegedienstleiterin der Neurologischen Klinik. Ein hochspezialisiertes Team aus Ärzten, Pflegefachkräften, Ergotherapeuten, Physiotherapeuten, Logopäden und Neuropsychologen betreut 24 Stunden am Tag Schlaganfallpatienten in der Akutphase. Die Stroke Unit einschließlich neurologischer Intensivstation umfasst 14 Betten.

"Mit der Thrombektomie ist es möglich, bei schwer betroffenen Patienten mit großen Gefäßverschlüssen das sogenannte Behandlungs-Zeitfenster zu verlängern und dadurch vielen Patienten ein Leben mit schweren bleibenden Behinderungen zu ersparen", so Prof. Dr. Bernd Tomandl, Chefarzt der Klinik für Radiologie und Neuroradiologie. Durch die Einführung der Interventionellen Neuroradiologie im Jahr 2011 wurde das Stroke Unit-Team um einen bedeutenden Baustein der Schlaganfallversorgung im Landkreis verstärkt. Diese Methode kommt auch dann zum Einsatz, wenn die intravenöse Vergabe eines Lyse-Medikaments nicht mehr möglich ist und wird üblicherweise nur bei überregionalen Stroke Units durchgeführt.

Gemeinsam mit den beiden Chefärzten dankt die Geschäftsführung des Christophsbads ganz besonders auch der Leiterin des Qualitätsmanagements, Uta Tekdal, und allen beteiligten Mitarbeitern der Station NE 1 für ihren Beitrag zum erneuten Erreichen des Zertifikats.


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