Slackline: Was anderswo lediglich die Ausübung der beliebten Trendsportart darstellt, dient hier einem höheren Zweck: der Gesundung von Patienten, insbesondere im neurologischen und psychiatrischen Bereich.

Kein seltenes und doch ein überraschendes Bild im wunderschönen Park des Klinikums Christophsbad: Patienten versuchen auf einer Slackline die Balance zu halten oder eine Gruppe von Patienten, die unter einer schattenspendenden Rotbuche im Grünen gymnastische Übungen bei flotter Musik durchführen. Doch wie kommt es, dass Menschen, die in ihren Alltagsaktivitäten, ihren Körperfunktionen und ihrer Teilhabe am gesellschaftlichen Leben beeinträchtigt sind, diese Herausforderung annehmen? Die befund- und zielorientierte Physiotherapie bringt Patienten wieder dazu, sich solchen Anforderungen an Körperwahrnehmung, Koordination, Muskelkraft und Konzentration zu stellen und Selbstvertrauen aufzubauen. Wie Physiotherapie wirken kann und wie die Tätigkeit der Physiotherapeuten im Klinikum Christophsbad konkret aussieht, berichten die Mitarbeitenden aus erster Hand.

Physiotherapeuten behandeln vornehmlich Menschen, deren Bewegungsmöglichkeiten durch eine Erkrankung eingeschränkt sind oder Menschen, bei denen eine solche Einschränkung zu erwarten ist. Sie untersuchen die Patienten auf Grundlage der ärztlichen Verordnung, erstellen einen physiotherapeutischen Befund und Therapieplan mit Therapiezielen und Behandlungsmaßnahmen. Die beschwerdeauslösenden Körperstrukturen werden mit unterschiedlichen aktiven und unterstützenden passiven Techniken sowie mit Maßnahmen der physikalischen Therapie behandelt. Darauf aufbauend werden die Körperfunktionen der Patienten anhand von Übungen verbessert – dazu zählen die Körperwahrnehmung, Ansteuerung, Koordination, Kräftigung und Elastizität der Muskulatur. Alltagsaktivitäten wie zum Beispiel das Gehen werden in Einzel- und Gruppenbehandlungen geübt. Abhängig von der aktuellen Mobilität der Patienten findet die Arbeit im Patientenzimmer, im Behandlungsraum mit Therapiebänken und Geräten wie Laufband, Kletterwand und Slackline, im Bewegungsbad oder im Außenbereich statt.

Das Ziel ist immer, den Patienten ein möglichst selbstständiges und beschwerdefreies Leben zu ermöglichen, weshalb die Therapie permanent evaluiert und angepasst wird. Der Beruf des Physiotherapeuten erfordert neben vielfältigen fachlichen Fähigkeiten ein hohes Maß an sozialer und kommunikativer Kompetenz sowie zunehmend auch Expertise in den Bereichen Management und Wissenschaft. Erworben werden diese Fähigkeiten in einer dreijährigen Ausbildung bzw. in einem Studiengang mit Bachelor- oder Masterabschluss.

In der Abteilung für Physiotherapie im Klinikum Christophsbad, die von Angela Rauser geleitet wird, arbeiten Physiotherapeuten, Sporttherapeuten und Masseure. Sie befinden sich in ständigem Dialog mit den Vertretern der Logopädie, Ergotherapie, Pflege und Ärzteschaft. Dieser interdisziplinäre Austausch gewährleistet eine optimale Therapieausrichtung für die Patienten. Im stationären Bereich werden intensivpflichtige Patienten, Patienten der Neurologie, der neurologischen Frührehabilitation, der geriatrischen Rehabilitation sowie der Psychiatrie und Psychotherapie behandelt. Nach ihrer Entlassung können die Patienten in der physiotherapeutischen Ambulanz weiter betreut werden.

„Uns bieten sich hier im Christophsbad zahlreiche Vorteile mit großem Alleinstellungsmerkmal“, weiß Physiotherapeut Tassilo Klein. Er erklärt: „Durch unsere großzügigen Räumlichkeiten, das Bewegungsbad und den sehr gepflegten ca. 50.000 qm großen Park können wir mit unseren Patienten vielfältige Therapieflächen nutzen. Selbstverständlich stehen uns neueste Trainingsgeräte zur Verfügung: Vom Therapie-Laufband und der Kletterwand über ein Galileo (Vibrationstrainingsgerät im Bereich Muskeltraining) bis hin zur Laufkatze sind wir hier sehr gut ausgestattet.“ Ein extrem wichtiger Punkt für die Fortschritte der Patienten sind zudem die zeitlichen Ressourcen: „Wir nehmen uns täglich im Schnitt eine halbe Stunde Zeit für die Behandlung, Beratung und Begleitung eines Patienten,“ bestätigt der Physiotherapeut. Besonders entscheidend sind die zeitlichen Ressourcen in der Behandlung der betagten Patienten in der Geriatrischen Rehaklinik, wie Physiotherapeutin Esra Wittmann erklärt: „Bei der Gangschulung, einer Therapiemaßnahme, die besonders bei sturzgefährdeten Senioren zum Einsatz kommt, ist es wichtig, sich Zeit zu nehmen. Das wissen unsere Patienten besonders zu schätzen und das gibt ihnen Sicherheit.“

Angela Rauser betont noch weitere Vorteile des Christophsbads als Arbeitgeber für Physiotherapeuten: „Jeder Physiotherapeut kann sich seinen Interessen und Stärken entsprechend für einen fachlichen Schwerpunkt spezialisieren oder im Laufe seiner Tätigkeit den Fachbereich wechseln. Zudem bieten wir allen Physiotherapeuten einen attraktiven und unbefristeten Arbeitsplatz in einem großen und erfahrenen Team.“

Gangschulung: Physiotherapeutin Esra Wittmann (rechts) nimmt sich die nötige Zeit für ihre Patienten und
führt die Behandlung gerne bei schönem Wetter im Klinikpark durch.

Der Klinikpark bietet optimale Bedingungen für sämtliche Bewegungstherapien sowie Aktivitäten im Rahmen des Betriebssports z.B. Zumba-Fitness, Deep Work, Nordic Walking etc.

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