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Basis der Ausbildung bildet das 1999 in Kraft getretene Psychotherapeutengesetz (PsychThG). Die darin enthaltene Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für Psychologische Psychotherapeuten (PsychTh-APrV) regelt die Bedingungen der Ausbildung bundesweit. Gemäß diesen gesetzlichen Vorgaben besteht die Ausbildung aus insgesamt mindesten 4.200 Stunden, die sich wie folgt gliedern:

  • Theoretische Ausbildung (600 Stunden)
  • Praktische Tätigkeit (1.800 Stunden, davon 1.200 Stunden in einer psychiatrischen  sowie 600 Stunden in einer psychosomatischen Einrichtung)
  • Praktische Ausbildung (600 Stunden)
  • Supervision (150 Stunden)
  • Selbsterfahrung (120 Stunden)
  • Ergänzendes Studium/„Freie Spitze“ (930 Stunden)

Die Ausbildung an der C-AP ist als integrierte Vollzeitausbildung konzipiert, d. h. die AusbildungsteilnehmerInnen werden als PsychologInnen vor Ort im Klinikum Christophsbad eingesetzt und absolvieren parallel dazu die gemäß der staatlichen Ausbildungs- und Prüfungsverordnung erforderlichen Ausbildungsinhalte


Theoretische Ausbildung

Gemäß der gesetzlichen Vorgaben umfasst die theoretische Ausbildung mindestens 600 Stunden und beinhaltet sowohl für die psychotherapeutische Tätigkeit relevante Grundkenntnisse als auch Spezialkenntnisse in einem wissenschaftlich anerkannten psychotherapeutischen Verfahren. Die Christophsbad-Akademie bietet hierfür sowohl ein Curriculum der tiefenpsychologischen fundierten als auch der verhaltenstherapeutischen Vertiefung an. Theoretische Inhalte werden fortlaufend in eigens eingerichteten Seminaren sowie im Rahmen der Fortbildungsveranstaltungen der psychosomatischen und psychiatrischen Kliniken vermittelt. Die von der Akademie angebotenen Veranstaltungen beinhalten Vorlesungen, Seminare und praktische Übungen und werden von verschiedenen internen und externen Dozenten durchgeführt. Eine perspektivische wie auch methodische Vielfalt kann so gewährleistet werde. Durch die sehr kleinen Ausbildungsgruppen sind ein intensive Austausch sowie eine vertiefende und anwendungsbezogene Erarbeitung der Inhalte sehr gut möglich.

Praktische Tätigkeit

Die praktische Tätigkeit nach PsychTh-APrV §2 umfasst mindestens 1.800 Stunden. Sie dient dem Erwerb der praktischen Erfahrung in der Behandlung von Störungen mit Krankheitswert sowie von Kenntnissen anderer Störungen, bei denen Psychotherapie nicht indiziert ist. Sie steht unter fachkundiger Anleitung und Aufsicht.

Durch die Integration der Christophsbad-Akademie in das Klinikum Christophsbad erfolgt dieser Ausbildungsbaustein auf den Stationen der Akutkliniken für Psychosomatische Medizin und Fachpsychotherapie, für Psychiatrie und Psychotherapie, für Gerontopsychiatrie sowie für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie. Das ist ein großer Vorteil, den die Ausbildung aus einer Hand und unter einem Dach bietet.

Praktische Ausbildung und Supervision

Nach Erreichen des entsprechenden Ausbildungsstandes absolvieren die AusbildungskandidatInnen die praktische Ausbildung. Diese ist Teil der vertieften Ausbildung in einem wissenschaftlich anerkannten Verfahren und umfasst mindestens 600 Behandlungsstunden unter Supervision mit mindestens sechs Patientenbehandlungen sowie mindestens 150 Supervisionsstunden.  Die hierfür erforderlichen Stunden werden in den entsprechenden Zweigen der psychotherapeutischen Ausbildungsambulanz der Akademie abgeleistet. Einzel- und Gruppensupervisionen finden in den Räumen der Akademie statt.

Selbsterfahrung

Die Selbsterfahrung richtet sich nach dem wissenschaftlich anerkannten psychotherapeutischen Verfahren, das Gegenstand der vertieften Ausbildung ist, und umfasst mindestens 120 Stunden. Dieser Ausbildungsbaustein ist damit in beiden Ausbildungszweigen der Christophsbad-Akademie unterschiedlich gestaltet. Nähere Informationen finden Sie hierfür beim jeweiligen Vertiefungszweig. Beiden gemein ist jedoch, dass es hierbei besonders um die Reflexion oder Modifikation persönlicher Voraussetzungen für das therapeutische Erleben und Handeln unter Einbeziehung biographischer Aspekte sowie bedeutsame Aspekte des Erlebens und Handelns im Zusammenhang mit einer therapeutischen Beziehung und mit der persönlichen Entwicklung im Ausbildungsverlauf.

Prüfungen

Nach erfolgreichem Absolvieren aller Ausbildungsinhalte jedoch frühestens nach drei Jahren kann die Zulassung zur Approbationsprüfung erfolgen. Die staatliche Prüfung besteht aus einem schriftlichen sowie mündlichen Teil und findet zwei Mal im Jahr statt. Genauere Informationen siehe PschTh-APrV  und IMPP (Institut für medizinische und pharmazeutische Prüfungsfragen).

Die schriftliche Prüfung findet für Baden-Württemberg zentral in Stuttgart statt, die mündliche Prüfung wird in der Regel im Institut abgenommen.


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