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1/2002 - Heft 21 - 9. Jahrgang

Editorial

Das Christophsbad feiert. 150 Jahre Psychiatrie. Eine Geschichte der Kranken, der Helfenden, der Methoden und Denkweisen, der Architektur. Die Seelenpresse hat sich mit dieser Geschichte auseinandergesetzt. Wir haben Zeitzeugen befragt, die selbst einige Jahrzehnte erlebt, erlitten oder mitgestaltet haben. Darüber hinaus veröffentlichten wir einige Texte bezüglich der Euthanasie im 3. Reich und der Prinzhornsammlung. Damit beziehen wir uns auf eine kritische Zeit des unwürdigen Umgangs mit seelisch Kranken. Immer wieder haben wir hierüber mit besonderem Augenmerk berichtet, etwa in früheren Heften wie Nr. 9: Jakob van Hoddis oder Nr. 11: Georg Mall. Im Hinblick auf diese Zeit des mörderischen Wahnsinns sind wir gemahnt, uns der Würde der Menschen anzunehmen. Die Würde des Kranken, die Würde des Irrenden, die Würde des Verzweifelten, die Würde des Idioten, die Würde auch des letzten Anderen ist unantastbar. Das ist Grundgesetz. Für uns. Die Redakteure der Seelenpresse schauen mit kritischen Augen auf die Psychiatrie in Gegenwart und Geschichte. Wir bemühen uns gleichzeitig um eine positive Wahrnehmung: vieles hat sich äußerlich und innerlich zum Besseren entwickelt; darüber lässt sich ausführlich nachlesen in dem Buch "sprudelnde Quellen - heilende Bäder" sowie im Buch "Zum Jubiläum 150 Jahre Christophsbad" (beide Bücher sind in der Klink erhältlich). An dieser Stelle möchten wir uns auch selbst einschließen: Die Arbeit einer Psychiatriezeitschrift im Christophsbad, zunächst unter dem Namen "Büttel" dann "Seelenpresse", währt nun bereits ein Vierteljahrhundert. In dieser Zeit sind wir zu einer stetig bedeutsameren Institution herangewachsen. Wir wurden immer in unserem Tun respektiert. Wir waren in unserer Arbeit selten eingeschränkt. Eine Zensur fand nie statt! Dafür möchten wir den Verantwortlichen in unserer Klinik herzlich danken. Danke auch an unsere Leser und Abonnenten, die eine Auflage von 800 bis 1000 Heften pro Nummer möglich machen, Danke an unsere Inserenten, die das Projekt Seelenpresse finanziell unterstützen und ebenso für Akzeptanz in der Bevölkerung sorgen. Ein Selbstlob fügen wir unbescheiden hinzu; unsere Arbeit ist im wesentlichen ehrenamtlich, unentgeltlich und nur mit Idealismus und Engagement zu bewältigen. Dass wir dies leisten, hängt mit der Bedeutung zusammen, die wir Aufklärung, Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation zumessen. Außerdem macht es Spaß.

SPRed

Inhalt

Interview mit W. Bünemann5
ABC der Psychiatrie9
Das Testament eines Psychiatriepflegers13
E. Zopperitsch: Anagramm16
Fragebogen zum Jubiläum18
Atelier Abseits22
B. Amstädter: Ohne ihn könnte ich sein25
S. Lächele: Gedicht29
"Grafeneck"30
G. Lutz: "Berufen wie Mose"34
Prinzhornsammlung35
Der Tukan38
B. K.: Das Jubiläum41
A. Ikonnikow: Salzgurken42

 

Redaktionsteam und weitere Mitarbeiter an diesem Heft:
Rolf Brüggemann, Wolfgang Bünemann, Dieter Elsner, Gerd Negraszus, Rosemarie Fritsch, Bernd Müller, Rudolf Siewert, Ellen Zopperitsch, Jürgen Bellingrodt, Angelika Millauer, Jasmund Segrt, Dr. Gerhard Kolb, Dr. Burkhard Krauß, Ostoja Radonice, Jörg Wiechec, Gottfried Lutz, Otto Schuly, Brigitte Amstädter, Dr. Renate Weidle-Smith, Thomas Stöckle, B.K., Gudrun Lächle, Fernanda, Stefan, Markus, Tomi, Kierkegaard

 

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