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2/2004 - Heft 26 - 11. Jahrgang

Editorial

Im Laufe der Jahre sind wir vielen begegnet: Annette von Droste-Hülshoff, Justinus Kerner, Friederich Hölderlin, Szymborska, van Hoddis, Unica Zürn zum Beispiel. Literaten und Dichter also, welche die Seele zur Sprache bringen. Und nicht nur zur Sprache sondern eben auch zur Presse. Seelenpresse. Die Lektüren haben uns gefallen und sie haben uns Stärke und Orientierung gegeben. Dieses Jahr begegnete uns Anton Tschechow, der am 2 Juli vor 100 Jahren in Badenweiler gestorben ist. Dieser bedeutende russische Schriftsteller betätigte sich auch als Arzt und in dieser Doppelqualifikation gelingt ihm die Beschreibung und Analyse der menschlichen Motive besonders treffend. Unweit von Badenweiler liegt Calw, wo am 2. Juli 1877 Hermann Hesse geboren wurde. Die Redaktion der Seelenpresse hatte die Gelegenheit, den Ort, das Geburtshaus und das Hesse-Museum zu besuchen. So kamen wir auch diesem Dichter sehr nah. Der aus einem streng religiösem Elternhaus kommende Hesse hatte in seiner Jugendzeit eine tiefe Lebenskrise mit Suizidalität und wäre damals fast in das Chrstophsbad eingewiesen worden (stattdessen Behandlung im Kurhaus Bad Boll und in Stetten). Es ist sicher die eigene Empfindlichkeit, die ihn so überzeugend über die Themen der Menschheit schreiben lässt. So unterschiedlich die Zeitgenossen Tschechow und Hesse auch sind (Hesse wird fast doppelt so alt wie Tschechow; die sozialen Verhältnisse in den Herkunftsfamilien sind sehr unterschiedlich u.a.m.), so sehr ist ihnen als Ziel ihres Schreibens gemeinsam: Dem Menschen Mut machen für eine positive Haltung zur Welt. Beide haben dies nicht nur durch ihre Schriften sondern auch durch ihre Taten bewiesen. Sie erscheinen uns als Vorbilder.

Durch gute Literatur bereichert und animiert engagieren sich die Redakteure der Seelenpresse in vielen Bereichen: Wir begleiten die Aktivitäten des MuSeele, jenes einzigartigen Ortes über die Geschichte und die Geschichten der Psychiatrie, wir betrachten diverse künstlerische Initiativen, wir sind wieder beim Sommerfest aktiv und so weiter.

Nicht zu vergessen: erstmals werden wir in diesem Jahr zu Ehren des heiligen Christophorus eine Veranstaltung in der Kapelle des Christophsbades mitorganisieren. Damit möchten wir eine neue Tradition begründen zum jeweiligen Patronatsfest des Heiligen. In einigen Jahren hoffen wir auch mit Spendengeldern eine Christophorus-Skulptur an der Filsbrücke vor dem Chrstiophsbad realisieren zu können.

Darin also sind sich die Redakteure der Seelenpresse einig: Die Arbeit macht Sinn und tut uns gut. Herzlich sind potentielle Mitstreiter eingeladen, bei uns mitzumachen. Wir treffen uns mit absoluter Regelmäßigkeit mehr als 50 mal im Jahr. Schauen Sie mal rein.

SPRed

Inhalt

Zu Anton Tschechow4
Potraits im Schloss Filseck10
Pharmawerbung12
Seelenpresse bei Hesse19
Psychiatrie macht Zeitung20
Total verdreht und Randale im Christophsbad21
Christophsbad intern24
St. Christophorus28
Der demente Herr A.31
MuSeele33
Alle meine Ängste36

 

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