Radiologie und Neuroradiologie

Scan einer Hand mit Bruch am Daumen

In der Klinik für Radiologie und Neuroradiologie führen wir sowohl klassische Röntgendiagnostik als auch spezialisierte neuroradiologische Interventionen durch. Die Abteilung ist mit voll-digitaler Technik ausgestattet und verfügt über Geräte neuester Bauart und höchster Qualitätsstandards.

Klinik

Das Christophsbad Göppingen besitzt eine hochspezialisierte Neuroradiologie, auch für minimal-invasive interventionelle Verfahren. Alle MRT-Verfahren sowie neuroradiologischen Spezialverfahren (inklusive Interventionen) stehen rund um die Uhr zur Verfügung.

Einen besonderen Schwerpunkt stellen die minimal-invasiven Behandlungsmöglichkeiten für eine Reihe von Gefäßerkrankungen des Gehirns und des Rückenmarks dar. Mit Hilfe von Mikrokathetern und feinsten Führungsdrähten können wir mithilfe digitaler Bildsteuerung (Computertomographie, Magnetresonanztomographie, Ultraschall und Angiographie) erkrankte Gefäßregionen behandeln.

Für Privatpatienten und Selbstzahler führen wir sämtliche radiologischen Untersuchungen auch ambulant durch. Im Einzelfall bieten wir dafür auch Termine außerhalb der üblichen Arbeitszeiten und am Wochenende an.

Für gesetzlich krankenversicherte Patienten besteht eine Zulassung für Beratungsgespräche auf Überweisung von niedergelassenen Ärzten, inklusive Befundung von neuroradiologischen Fragestellungen und Therapieberatung bei Gefäßmissbildungen (Aneurysmen).

Für Privatversicherte und Selbstzahler stehen alle radiologischen und neuroradiologischen Verfahren zur Verfügung.

Termine sind immer kurzfristig auch zu Wunschzeiten möglich.

  • Professor Tomandl und eine MTA bei der Thrombektomie unter MRT-Beobbachtung.
  • Proffessor Tomandl hält einen hauchdünnen, spiralförmigen Stent-Retriever wie er bei einer Thrombektomie zur Auflösung eines Blutgerinnsels Verwendung findet.
  • Eine Dame liest im Wartezimmer der radiologischen Ambulanz in einer Zeitschrift. Vor ihr steht ein Tisch mit Getränken und Bechern.
  • Eine Ärztin schaut auf einen Bildschirm, der zwei Gehirn-Scans zeigt.
  • Eine Medizinisch-technische Assistentin schaut auf einen Bildschirm mit dem CT-Scan eines Knies. Von ihrem Platz hat sie gleichzeitig durch ein großes Fenster den CT-Raum im Blick.
  • MRT-Scan einer Wirbelblockade mit sichtbarer Spritze, die in das Gelenk geführt wird.

Krankheitsbilder

Die Klinik für Radiologie und Neuradiologie diagnostiziert und behandelt eine Vielzahl von Erkrankungen. Einige davon sind:

  • Gefäßerkrankungen: Arteriosklerose mit Engstellen (beispielsweise Carotisstenose), Gefäßmissbildungen wie Aneurysmen und Angiome, bei Schlaganfall führen wir bei Bedarf eine Rekanalisation (Thrombektomie) durch, bei Gefäßmissbildungen im Rückenmarkskanal spinale Angiographien.
  • Orthopädische Indikationen: Magnetresonanztomographie (MRT) und Computertomographie (CT) bei Gelenkbeschwerden und Knochenbrüchen
  • Rückenschmerzen: Diagnostik und minimal-invasive Therapie (Periradikuläre Therapie, PRT)
  • Bei Multipler Sklerose, Epilepsie und Demenzerkrankungen bieten wir Diagnostik

Radiologische und neuradiologische Ambulanz

In der radiologischen und neuradiologischen Ambulanz bieten wir außer der Mammografie sämtliche radiologische Leistungen an. Dazu gehören insbesondere CT- und MRT-Untersuchungen des Kopfes und der Wirbelsäule und MRT-Untersuchungen der großen Gelenke.

Behandlung

Wir wenden alle diagnostischen Verfahren zur Darstellung der hirnversorgenden Arterien sowie der Rückenmarksarterien an. Die Abteilung ist mit voll-digitaler Technik ausgestattet und verfügt über Geräte neuester Bauart und höchster Qualität.

Wir verfügen über die neueste Gerätetechnik der Firma Siemens und sind voll digitalisiert. Dies ermöglicht schonende Untersuchungen mit geringstmöglicher Strahlenbelastung. Im Bereich MRT verfügen wir über ein hochmodernes Gerät mit extra großer Öffnung, so dass auch Patienten mit Platzangst gut untersucht werden können. Weiterhin gehört zu unserer Ausstattung:

  • 32-Zeilen-Multislice-Computertomograph (Siemens, Somatom GoUp)
  • 1,5T-MRT (Siemens Magnetom Altea) mit großer 70-Zentimeter-Öffnung
  • Digitale Subtraktionsangiographie mit 3D-Bildgebung

Die subtile Diagnostik bei Patienten mit Multipler Sklerose, Epilepsie und Demenzerkrankungen ist ein weiteres Spezialgebiet unserer Experten. Hier kommen hochspezialisierte Techniken wie die Spektroskopie, das DTI (Diffusion tensor imaging) zur Darstellung der Nervenfasern und die funktionelle Kernspintomographie zum Nachweis von Hirnfunktionen zum Einsatz.

Interventionelle Verfahren setzen wir überwiegend in örtlicher Betäubung ein. Diese schonenden Eingriffe können Operationen ersetzen oder in Ergänzung zu herkömmlichen Therapiemaßnahmen wie medikamentöse oder strahlentherapeutische Behandlungen erfolgen.

Je nach Indikation und Krankheitsverlauf wenden wir gefäßeröffnende oder gefäßverschließende Behandlungsmethoden an. Zum Beispiel:

  • Bei akutem Schlaganfall (bis zu 6 Stunden danach) können die verschlossenen Gefäße wiedereröffnet werden.
  • Bei Verengungen der zum Gehirn führenden Gefäße kann mit Ballon-kathetern und Metallstützen in geeigneten Fällen eine Gefäßerweiterung erfolgen.
  • Bei Tumoren im Kopf/ Halsbereich (beispielsweise Glomustumoren) sowie Kurzschlüssen zwischen Arterien und Venen (AV-Fisteln) führen wir Verödungen durch.
  • Bei akutem unstillbarem Nasenbluten führen wir gefäßverschließende Maßnahmen wie die Embolisation durch.

Spritzenbehandlung bei Rückenschmerzen

Bei Schmerzzuständen des Rückens und der Halswirbelsäule können wir oft mit einer einfachen Spritzenbehandlung (PRT) helfen. Dabei werden unter Sichtkontrolle mit der Computertomografie schmerz- und entzündungshemmende Medikamente an die betroffene Nervenwurzel (Wurzelblockade) oder die kleinen Wirbelgelenke gespritzt (Facettenblockade).

Klinische Schwerpunkte

Unsere Klinik für Radiologie und Neuradiologie ist besonders spezialisiert auf Erkrankungen des Gehirns und des Rückenmarks, einschließlich interventioneller Verfahren (Schmerztherapie bei Rückenschmerzen sowie gefäß-eröffnende Verfahren beim Schlaganfall).

Erfahren Sie mehr über das Thema Schlaganfall.

Mehr dazu

Akute starke Rückenschmerzen können wir oft mit gezielten Injektionen unter CT-Kontrolle behandeln. Lassen Sie sich darüber von Ihrem behandelnden Arzt beraten. Bei Problemen der kleinen Wirbelgelenke (Facetten) kommt die sogenannte Facettenblockade zum Einsatz. Bei kleinen Bandscheibenvorfällen oder knöcherner Einengung der Nervenwurzeln kann die Wurzelblockade helfen. Auch Infiltrationen des Musculus piriformis und Pudendusblockaden führen wir durch. Bei diesen Verfahren wird ein Gemisch aus Lokalanästhetikum und entzündungshemmenden Medikamenten direkt an die schmerzhafte Stelle gespritzt, die Wirkung setzt sofort ein.

Beim Thema Schmerz arbeiten die Kliniken des Christophsbads eng zusammen. Sind die Ursachen chronischer Schmerzen unklar, können wir durch die Expertise unserer Fachleute aus den Bereichen Neurologie, Psychosomatische Medizin, Psychotherapie, Psychiatrie, Gerontopsychiatrie und Physiotherapie abklären, wo die Ursachen liegen und welche Therapieform für Sie die Beste ist.

Die hochmoderne Kernspintomographie 1,5T-MRT (Siemens Magnetom Altea) ist technisch auf höchstem Niveau. Auch hochspezialisierte Verfahren wie die MR-Spektroskopie, die Darstellung des Verlaufs der Nervenbahnen (diffusion tensor imaging) und die dreidimensionale Gefäßdarstellung wenden wir in der klinischen Routine an. Durch die große Öffnung (70 Zentimeter statt der üblichen 60 Zentimeter) können auch ängstliche Patienten komfortabel untersucht werden.

  • Standardisierte Protokolle bei MS, Epilepsie, Demenz; MR-Angiographie zur Gefäßdarstellung ohne Katheter
  • Spektroskopie zum Nachweis früher Veränderungen bei Gehirnerkrankungen, Gefäßdarstellungen, Durchblutungsuntersuchungen (Perfusion), Darstellung von Nervenbahnen (diffusion tensor imaging)
  • Dreidimensionale Darstellung auch kleiner Veränderungen im Millimeterbereich
  • Optimale Gelenkdiagnostik durch spezielle Spulen für Hand, Knie und Sprunggelenk

Die Mehrschicht-Computertomographie eignet sich für die schnelle Diagnostik bei Notfällen, Blutungen und Schlaganfällen.

  • Einsatz bei akuten Beschwerden zum Nachweis von Gehirnblutungen und Gehirninfarkten
  • Nachweis von Gefäßmissbildungen wie Hirn-Aneurysmen mit der CT-Angiographie
  • Therapeutischer Einsatz bei Rückenbeschwerden und Nackenbeschwerden mit Ausstrahlung ins Bein oder in den Arm: Infiltrationen der kleinen Wirbelgelenke (Facettenblockaden) oder der Nervenwurzeln (Wurzelblockade)
  • Untersuchung von Bauchorganen, Lunge und Knochen aller Körperregionen

Kontakt

Portrait von Prof. Dr. med. Bernd Tomandl
Prof. Dr. med. Bernd Tomandl

Chefarzt, Facharzt für Radiologie, Neuroradiologie

Lebenslauf (PDF)

Portrait von Dr. med. Tibor Mitrovics
Dr. med. Tibor Mitrovics

Leitender Oberarzt
Facharzt für Diagnostische Radiologie, Schwerpunkt Neuroradiologie

Andrea Ortwein

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Ida Streck

Sekretariat

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