Ausgabe November 2013
Klinikum Christophsbad

Gute Nachricht aus Bad Boll

v.l.n.r. Roland Keller (Betriebsratvorsitzender im Christophsbad), Erika Baudert (Vorstandsvorsitzende der MAV Rehaklinik Bad Boll), Dr. Christoph Wagner (Geschäftsbereichsleiter im Christophsbad), Birgit Kälbling (Geschäftsführerin Rehaklinik Bad Boll), Pfarrer Rainer Hinzen (Vorstandsvorsitzender Diakonie Stetten), Bernhard Wehde (Geschäftsführer und Sprecher des Christophsbads), Oliver Stockinger (Geschäftsführer des Christophsbads), Dr. Helumt Tüchert (Chefarzt der Rehaklinik Bad Boll).

 

Christophsbad und Rehaklinik Bad Boll gehen jetzt einen gemeinsamen Weg

Am Freitag, den 18. Oktober 2013, wurde die Transaktion besiegelt, mit der die Geschäftsanteile der Rehaklinik Bad Boll von der Diakonie Stetten auf das Klinikum Christophsbad in Göppingen übergehen. Eigentlich sollte die lang erwartete Transaktion schon im November letzten Jahres gefeiert werden, damals fehlte jedoch das positive Ergebnis der Bauvoranfrage für einen Erweiterungsbau der Klinik, sodass die Verträge nicht unterzeichnet werden konnten. Jetzt waren die Verträge unterschriftsreif und wurden notariell geschlossen.

Im Anschluss an die Unterzeichnung gaben der Vorstandsvorsitzende der Diakonie Stetten Pfarrer Rainer Hinzen und der Sprecher der Geschäftsführung des Christophsbads Bernhard Wehde den Vertragsabschluss der versammelten Mitarbeiterschaft der Rehaklinik Bad Boll bekannt. Pfarrer Hinzen sieht im Christophsbad einen guten, sehr geeigneten Nachfolger. Die Diakonie hatte immer betont, dass sie die Rehaklinik Bad Boll nur in kompetente, seriöse Hände übergeben werde: "Bei beiden Unternehmen - der Diakonie Stetten wie dem Christophsbad - handelt es sich um erfahrene soziale Unternehmen, bei beiden steht der Mensch im Mittelpunkt." Herr Wehde sprach für das Christophsbad die weiteren gemeinsamen Schritte an: Nach zunächst notwendigen Sanierungsmaßnahmen soll die Rehaklinik Bad Boll mit einem zusätzlichen Bettenhaus erweitert werden. Der Ausbau bildet einen der wirtschaftlichen Grundpfeiler des Sanierungsplans. Vor allem stehen hier aber auch noch weitere Gespräche mit den Krankenkassen und den Rentenversicherungsträgern an. Darüber hinaus wird bei einem Ausbau der Bettenzahl die Errichtung eines Parkhauses notwendig sein und zur Komplettierung des Bad- und Kurgedankens ist eine Gastronomie am Kurpark geplant, die zu einer Aufwertung des Standortes führen soll. Ganz besonders betonte Wehde auch die Wichtigkeit der Zusammenarbeit mit der Gemeinde Bad Boll und der benachbarten Evangelischen Akademie.

Auch die Belegschaft der Rehaklinik Bad Boll sieht dem lange erwarteten Trägerwechsel positiv entgegen. Geschäftsführerin Birgit Kälbling teilt mit ihren Mitarbeitern die Freude, gemeinsam mit dem Christophsbad zusätzliche Standbeine zu etablieren. Erika Baudert von der Mitarbeitervertretung äußerte ebenso ihre Zufriedenheit über die Zukunft von 160 Mitarbeitern, die alle ihre Arbeitsstellen behalten dürfen. Der Chefarzt der Rehaklinik Bad Boll Dr. Helmut Tüchert freut sich auf die Zusammenarbeit mit den ärztlichen Kollegen aus dem Klinikum Christophsbad und die Ergänzung durch zusätzliche medizinische Kompetenzen, zudem gibt es Überschneidungen und Synergien bei der orthopädischen und geriatrischen Reha. Das Klinikum Christophsbad habe einen starken Personalpool in den heilberuflichen Fächern, die auch bei der orthopädischen Reha eine ganz wesentliche Rolle spielen: Physio- und Ergotherapie können sich gegenseitig ergänzen und helfen. Das Christophsbad mit seinen 1.100 Beschäftigten und die Rehaklinik Bad Boll mit ihren 160 Mitarbeitern werden sich insgesamt auch im ärztlichen, pflegerischen und Verwaltungsbereich konstruktiv ergänzen.

"Der Fortbestand und die Weiterentwicklung der Rehaklinik Bad Boll ist auch für die Gemeinde Bad Boll und den Landkreis von großer Bedeutung. Mit diesem Vertragsabschluss sind wir diesen Zielen ein großes Stück näher gekommen", so Wehde.

Hinzen und Wehde brachten aber auch zum Ausdruck, dass es ja bereits Gemeinsamkeiten in der Historie beider Einrichtungen gibt. Die traditionsreiche Rehaklinik Bad Boll mit ihren heutigen orthopädischen und rheumatologischen Schwerpunkten bietet moderne Medizin in historischem Ambiente. So wie das Christophsbad blickt sie in ihrer Substanz auf eine jahrhundertealte Geschichte zurück. Das Badhaus des Christophsbads wurde, wie der erste Bauabschnitt des Kurhauses Bad Boll, durch den Architekten Heinrich Schickhardt gestaltet. Für beide Institutionen war das Jahr 1852 von entscheidender Bedeutung. 1852 gründete Heinrich Landerer das Christophsbad und 1852 kam auch Johann Christoph Blumhardt nach Bad Boll. Der Arzt und der Pfarrer boten, jeder mit seinen Mitteln, Menschen in seelischer und psychischer Not Hilfe an.

Hinzen und Wehde dankten gemeinsam den Mitarbeitern der Rehaklinik Bad Boll für ihr Durchhalten und ihre Kraft, die sie in den Erhalt der Klinik eingebracht haben. Dank ging ebenso an die Mitarbeiter beider Einrichtungen für ihr Vertrauen in eine gemeinsame Zukunft.

 

Pressemitteilung vom 18. Oktober 2013