Schmerzzentrum

Eine Frau von hinten, die sich vor Schmerz an den Nacken fasst.

Chronische Schmerzen haben meist komplexe Ursachen und fordern eine fachübergreifende Diagnostik und Therapie. Die enge Zusammenarbeit verschiedener medizinischer Fachdisziplinen unter einem Dach im Christophsbad Göppingen bietet ideale Voraussetzungen zur Schmerztherapie. 

Über das Zentrum

Neben körperlichen Ursachen spielen bei der Entstehung und Chronifizierung des Schmerzes psychische und soziale Faktoren (bio-psycho-soziales Schmerzmodell) eine wichtige Rolle.

Chronische Schmerzen bestehen über die normale Heilungszeit hinaus (meist circa 3 Monate) und haben die akute Warnfunktion der Schmerzwahrnehmung verloren. (nach IASP – International Association for the Study of Pain)

Um ein genaues und individuelles Verständnis der Erkrankung zu erhalten, ist eine sorgfältige und umfassende Diagnostik unter Beteiligung mehrerer Fachdisziplinen notwendig.

Durch die gute Vernetzung der verschiedenen Kliniken im Verbund mit kompetenten Kooperationspartnern können diese Beschwerden im Christophsbad Göppingen in idealer Weise diagnostiziert und therapiert werden. Nach der Schmerzkonzeption des Landes Baden-Württemberg ist das Christophsbad Göppingen seit 2004 „Partner im Regionalen Schmerzzentrum“.

Krankheitsbilder

Aufgrund der breiten Ursache von chronifizierten Schmerzen und ihrer körperlichen sowie seelischen Folgen wird eine breite Zusammenarbeit verschiedener medizinischer Fachdisziplinen benötigt. Wir bieten in diesem Zusammenhang eine multiprofessionelle Diagnostik und Therapieplanung an.

Die Neurologische Klinik bietet bei akuten und chronischen Kopf- oder Nervenschmerzen (neuropathischen Schmerzen) ein individuelles sowie patientenorientiertes Diagnostik- und Therapiespektrum an. Alle Angebote basieren auf den aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen. Dazu gehören Schmerzbehandlungen bei Beteiligungen des Nervensystems wie Bandscheiben-Erkrankungen, Neuralgien, Neuropathien, Kopfschmerzen (zum Beispiel Migräne, Clusterkopfschmerz) und zentral-neuropathische Schmerzsyndrome. Außerdem werden zentral schmerzhemmende Medikamente sowie Infiltrationen oder Botulinumtoxintherapie (beispielsweise bei Spastiken) angewendet.

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Bei starken Rückenschmerzen ist das Ziel eine möglichst schnelle Linderung der Schmerzen, damit die Patienten wieder durchschlafen, sich bewegen und arbeiten können. Bandscheibenvorfälle lassen sich in 90 Prozent der Fälle gut behandeln. Nur wenn Lähmungen auftreten oder die Schmerzen über längere Zeit unerträglich sind, kann eine Operation nötig sein. Jeder, der schon einmal einen „Hexenschuss“ oder einen größeren Bandscheibenvorfall hatte, weiß, wie furchtbar solche Schmerzen bei ihrem Beginn sein können. Unter Umständen können diese Schmerzen sogar bis zur völligen Bewegungsunfähigkeit führen.

Für diese Patienten bietet die Klinik für Radiologie und Neuroradiologie neben der Diagnostik mit MRT und CT eine relativ einfache und oft spontan wirksame Behandlung an: die so genannten Facetten- oder Wurzelblockaden.

Lesen Sie mehr zu den Krankheitsbildern auf der Seite der Radiologie.

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Psychosoziale Belastungen im Lauf des Lebens können Einfluss auf die Entstehung der Schmerzerkrankung haben. Zu diesen Belastungen zählen zum Beispiel schwere Krankheiten, Arbeitslosigkeit oder die Trennung vom Partner. Vor diesem Hintergrund können sich anhaltende Schmerzen entwickeln. Hinzu kommt oft ein unzureichender Umgang mit dem Schmerz. Typische Merkmale sind:

  • jahrelanger Krankheits- und Leidensweg
  • wandernde Schmerzen in verschiedene Körperregionen
  • Tendenz zur Ausbreitung, oft mit depressiven Verstimmungen
  • Einschränkungen in Freizeit, Beruf, Familie
  • dauerhafte Einnahme von Schmerzmitteln, Operationen helfen nur kurz
  • Gefahr von Schmerzmittelabhängigkeit
  • trotz nicht nachweisbarer organischer Ursache sind die Schmerzen keinesfalls simuliert

In der Klinik für Psychosomatische Medizin und Fachpsychotherapie wird zur Behandlung von Schmerzstörungen eine Kombination aus Schmerzpsychotherapie, Krankengymnastik und medikamentöser Therapie, ergänzt durch regelmäßige Teamsitzungen, eingesetzt.

Lesen Sie mehr zu den Krankheitsbildern auf der Seite der Psychosomatik.

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Die Behandlung von Schmerzpatienten gehört zu den Schwerpunkten in der Altersmedizin. Die Schmerztherapie bei älteren Menschen muss in besonderem Maße das meist gleichzeitige Vorliegen mehrerer Erkrankungen und das altersbedingt veränderte Ansprechen auf die Therapie berücksichtigen. Gerade bei Älteren sind aktivierende Maßnahmen der wesentliche Baustein der Schmerztherapie, denn die häufig angewöhnte Schonung fixiert das Schmerzerleben und mündet in einen Teufelskreis.
In der Klinik für Geriatrische Rehabilitation und Physikalische Medizin wird sowohl ambulante als auch stationäre Schmerztherapie angeboten.

Lesen Sie mehr zu den Krankheitsbildern auf der Seite der Geriatrie.

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Wenn psychische Faktoren wie Depressionen als Ursache oder Folge der chronifizierten Schmerzen im Vordergrund stehen (beispielsweise nach Lebensereignissen wie Austritt aus dem Berufsleben, Verlust des Lebenspartners, Nachlassen körperlicher Funktionen), erfordert dies eine Mitbehandlung der psychischen Störungsbilder und Belastungsfaktoren. Hier bietet die Klinik für Gerontopsychiatrie ein integriertes Behandlungskonzept an, das versucht, die Schmerzen zu lindern und die Einheit von Körper und Seele wiederherzustellen.

Lesen Sie mehr zu den Krankheitsbildern auf der Seite der Gerontopsychiatrie.

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Eine Grafik mit einer Wirbelsäule zwischen den Begriffen Geist, Körper und Umfeld zeigt den Zusammenhang der Ursachen von Rückenschmerzen.

Behandlung

Nachfolgend erhalten Sie einen Überblick über eine Auswahl unserer Behandlungstechniken.

Nichtinvasiv:

  • Medikamentöse Schmerztherapie (Nichtopioide, Opioide)
  • Behandlung neuropathischer Schmerzen (zum Beispiel mit Antiepileptika, speziellen Antidepressiva)
  • Nervenstimulation (TENS)
  • Physiotherapie
  • Physikalische Therapie (zum Beispiel Massagen, heiße Rolle, Kühlungen)
  • Schmerzbezogene psychotherapeutische Verfahren (schulenübergreifend)
  • Muskelentspannnungsverfahren
  • Achtsamkeitsübungen

Invasiv:

  • Facettenblockaden
  • Nervenwurzelblockaden
  • Pudendusblockaden
  • Infiltrationen des Musculus piriformis

Kontakt

Für Aufnahme und Kontakt wenden Sie sich bitte an die im Text genannten zuständigen Klinikbereiche.